Zinsentwicklung für Immobilienfinanzierung in 2011


Um eine Prognose für die Zinsentwicklung des Jahres 2011 vorzunehmen, muss man kein Magier sein. Es ist zwar nicht möglich, die exakten Zinsen für Kredite vorherzusagen, doch eine Tendenz zeichnet sich ganz eindeutig ab. Wie sooft, hilft auch bei der Zinsentwicklung ein Blick in die Vergangenheit, um sich ein besseres Bild von der Zukunft machen zu können.

Anfang September des Jahres 2009 war die beste Zeit, um günstige Kredite für die Immobilienfinanzierung zu erhalten. Das Zinsniveau lag auf einem Rekordtief von durchschnittlich 2,9 Prozent oder sogar weniger. Bis zum 1. Dezember 2010 waren die Zinsen bereits auf durchschnittliche 3,55 Prozent gestiegen. Um Anfang März 2011 herum lagen sie dann bei knapp 4 Prozent. Die Frage, in welchem Ausmaß die Zinsen im Lauf des Jahres 2011 noch steigen werden, wird unterschiedlich bewertet und zum Teil kontrovers diskutiert. Weitgehende Einigkeit herrscht jedoch hinsichtlich der Aussage darüber, dass die Zinsen in absehbarer Zukunft nicht sinken werden. Das bedeutet für Kredite, dass sie in Zukunft teurer werden.

Zwei Aspekte spielen bei der Beurteilung der Frage, wohin die Zinsentwicklung gehen wird, eine zentrale Rolle. Zum einen richten sich die Konditionen für Kredite nach der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Hier steht nach wie vor die Frage im Raum, ob sich die Wirtschaft von der Finanzkrise der Vergangenheit nachhaltig erholt hat oder nicht. Ein zweiter maßgeblicher Faktor ist der des Leitzinses der Europäischen Zentralbank. Je nachdem, ob und in welcher Höhe er angepasst wird, führt auch das dazu, dass Kredite teurer werden. Bereits zum 1. April 2011 hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen um 0,25 Prozent auf 1,25 Prozent angehoben. Nun ist abzuwarten, ob es zu weiteren Erhöhungen kommt. Die Vergangenheit zeigt, dass die Europäische Zentralbank nach einer Erhöhung des Leitzinses im Folgezeitraum weitere Anpassungen vorgenommen hat. Derzeit sieht es jedoch danach aus, als wenn die EZB eine „Zinspause“ einlegt.

Abschließend lässt sich noch sagen, dass es – egal ob die Zinsen steigen oder sinken – immer sinnvoll ist einen Immobilienfinanzierungen Vergleich der aktuellen Angebote zu machen, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet. Denn gerade bei größeren Darlehenssummen, wie sie bei Immobilienfinanzierungen üblich sind, können ein paar Prozentpunkte weniger ein großes Ersparnis darstellen.

Dies ist ein Gastbeitrag von S. Elsbach – Vielen Dank!


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