Hausbau – Die richtige Grundstückswahl


Heute befassen wir uns damit, wie das richtige Grundstück für das Traumhaus ausgewählt werden sollte.

Wir haben diesbezüglich bereits auch unsere ersten Erfahrungen gemacht und möchten diese hier wiedergeben. Als erstes muss man sich im klaren sein, dass das richtige Baugrundstück mindestens genauso wichtig ist, wie das Haus was irgendwann mal auf diesem Grundstück stehen sollte. Es ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern ebenfalls des Geldes, beziehungsweise der Folgekosten die entstehen können.

So sind die Kosten für Bauplätze in den Städten bzw. in den Ballungsräumen um ein vielfaches höher als auf dem „flachen Land“. Allerdings steigert es in Städten und Ballungsräumen erheblich den Wert des Gesamtvorhabens, so dass eine Finanzierung für eine hochwertige Immobilie in Städten und Ballungsräumen immer eher möglich ist als auf dem Land. Eine Bank geht einfach davon aus, dass eine Immobilie für 500.000€ auf dem Land nur sehr schwer wieder zu verkaufen ist, falls der Bauherr irgendwann mal nicht mehr in der Lage ist seinen finanziellen Pflichten nachzukommen.

Weiterhin spielt die direkte Lage des Baugrundstücks eine sehr große Rolle. Immerhin werden sie vermutlich eine lange Zeit an diesem Ort verbringen und möchten sich sicherlich dort wohlfühlen. Es ist immer wichtig sich die Baugebiete direkt vor Ort anzusehen und zwar mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Tagen. Nehmen sie sich unbedingt Zeit für die Grundstücksauswahl und hören sie auf ihr Gefühl, ob das ihr Grundstück sein könnte. Versuchen sie mit potentiellen Nachbarn ins Gespräch zu kommen, denn so gewinnen sie einen ersten Eindruck von ihrem Wohnumfeld. Auch die verkehrstechnische Anbindung und Infrastruktur sollte eine große Rolle für den idealen Bauplatz spielen. Kleinere Geschäfte, Ärzte, Kindergarten, Grundschule und Bildungsangebote sollten sich in unmittelbarer Nähe befinden. Dies ist nicht nur für eine Familie wichtig, sondern bestimmt auch den Wiederverkaufswert ihrer Immobilie falls sie sich doch nochmal örtlich verändern wollen oder müssen.

Als nächstes sollte überprüft werden, ob es einen Bebauungsplan für dieses Baugrundstück gibt und ob sich dieses Baugrundstück nach Lage und Größe für die vorgesehene Bebauung eignet. Der Bebauungsplan legt meist die Anzahl der Vollgeschosse, Gebäudehöhe, Dachneigungen, Dachform, Dachfarbe, Bepflanzung oder auch Zisternenpflicht fest. Auch sind Grundbucheinträge zu prüfen, da dort eventuelle Hypotheken- oder Steuerlasten vermerkt sein könnten sowie Wegerechte eines Nachbars.

Als letztes sollte man sich ebenfalls über den Baugrund informieren. Altlasten, hoher Grundwasserspiegel, Leitungen und Kanäle können schnell die Baukosten in die Höhe treiben und weitere Baumaßnahmen erfordern die nicht eingeplant wurden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Baugrunduntersuchung durchführen lassen. Ob das Baugrundstück überhaupt bebaubar ist hängt ebenfalls von einer gesicherten Erschließung ab. Straßenanschluss, Wasser und Abwasserversorgung muss gewährleistet sein. Sollte das Baugrundstück noch nicht erschlossen sein, muss man die sogenannten Erschließungskosten unbedingt mit einkalkulieren.

 

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