Tägliche Archive: 18. August 2011


Hausbau – Wärmedämmstoffe im Vergleich

Die gängisten Wärmedämmstoffe für Fertighäuser im Vergleich.

Hier möchte ich nochmals die Vor und Nachteile der üblicherweise verwendeten Wärmedämmstoffe von Fertighäusern in einer Tabelle wiedergeben. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Richtigkeit sollte jeder Interessierte nochmals überprüfen und ggf. bei Lieferanten und Herstellern dieser Dämmstoffe genaustens erfragen, da die generellen Wärmedämmwerte zwar feststehen sich aber von Produkt zu Produkt doch erheblich unterscheiden können.

Dämmstoff Rohdichte [kg/m³] Wärmeleit. λ[W/mK] Schadstoffe Primärenergie
Blähglimmer 70 – 150 0,07 nein mittel
Blähperlit 90 0,05 nein mittel
Blähton 300 0,16 nein mittel
Cellulose 50 0,045 nein sehr gering
Holzfaser 130 – 270 0,05 nein sehr gering
Holzwolle 360 0,09 nein gering
Kokosfaser 75 – 125 0,045 nein gering
Kork 120 – 200 0,045 nein gering
Mineralwolle (Glas, Steinwolle) 80 0,04 möglich mittel
Polystyrol 30 – 60 0,03 ja hoch
Polyurethan 30 0,025 möglich hoch
Schafwolle 20 – 120 0,04 nein gering
Schaumglas 130 0,05 nein mittel
Schilfrohr k.A. 0,06 nein gering
Stroh 500 0,11 nein gering

Hausbau – Fertighaus, Blockhaus, Holzhaus und Niedrigenergiehaus

Egal ob es sich um ein Fertighaus, Blockhaus oder Niedrigenergiehaus handelt, eins haben all diese Häuser gemeinsam: den Baustoff Holz.

Dabei verwenden die meisten Fertighaus Hersteller die sogenannte Holzständerbauweise, die meist günstiger ist als die Vollholzvariante (Blockhäuser, Blockbalkenhäuser, Blockbohlenhäuser und Schwedenhäuser). Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit diese Bauteile industriell in einer Fertigungshalle vorzufertigen und dann diese Bauteile komplett montiert (inklusive Gas/Wasser, Elektroinstallation und Dämmung) auf die Baustelle zu liefern. Viele dieser Fertighaushersteller benötigen für die Aufstellung eines solchen Fertighauses nur 1-2 Tage. Dies spart zusätzlich Zeit und Geld für den Fertighaushersteller und den Bauherren. Viele Fertighaus-Hersteller werben damit, dass das Fertighaus ein Nachfolger der alten Fachwerkhäuser wäre und damit eine sehr natürliche und ursprüngliche Bauweise. Dies ist aber nur zum Teil richtig, denn Fachwerkhäuser sind zwar auch aus Holz und haben Zwischenräume, welche mit Dämmaterial ausgefüllt wurden. Letztlich handelt es sich hier aber um Lehm und Stroh, welche sehr natürliche Materialien sind. Fertighäuser erhalten hier meist Dämmaterial aus künstlichen Mineralfasern, welche noch immer unter bestimmten Umständen gesundheitsschädlich sein können. Alternativ gibt es heute allerdings auch einige Hersteller, die auf natürliche Dämmstoffe wie Baumwolle, Flachs, Stroh, Schilf, Kokos, Kork, Holzfasern, Zellulose und Schafwolle setzen. Diese haben aber meist einen geringeren Dämmwert und sind meist auch deutlich teurer.

Weiterhin haben Fachwerkäuser sehr dicke Holzbalken, die das Grundsystem dieser Häuser bilden. Bei den Holzständerkonstruktionen eines Fertighauses wird eher auf das Komplettsystem gesetzt. Dies bedeutet, dass die Holzrahmenkonstruktion aus deutlich dünneren Balken, die aber insgesamt mehr und effektiver miteinander vernetzt sind gebildet wird. Diese Konstruktion ist so stark, dass man ohne Probleme an den Hauptbalken ein Auto aufhängen kann, was nicht einmal mit einem normalen Porenbeton Massivhaus gelingen würde.

Bei einem Blockhaus oder Blockbohlenhaus verwendet man im Gegensatz zum Fertighaus ein Wandsystem aus Vollholz, so dass hier keine Zwischenräume zur Dämmung mehr vorhanden sind.