Hausbau – Fertighaus, Blockhaus, Holzhaus und Niedrigenergiehaus


Egal ob es sich um ein Fertighaus, Blockhaus oder Niedrigenergiehaus handelt, eins haben all diese Häuser gemeinsam: den Baustoff Holz.

Dabei verwenden die meisten Fertighaus Hersteller die sogenannte Holzständerbauweise, die meist günstiger ist als die Vollholzvariante (Blockhäuser, Blockbalkenhäuser, Blockbohlenhäuser und Schwedenhäuser). Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit diese Bauteile industriell in einer Fertigungshalle vorzufertigen und dann diese Bauteile komplett montiert (inklusive Gas/Wasser, Elektroinstallation und Dämmung) auf die Baustelle zu liefern. Viele dieser Fertighaushersteller benötigen für die Aufstellung eines solchen Fertighauses nur 1-2 Tage. Dies spart zusätzlich Zeit und Geld für den Fertighaushersteller und den Bauherren. Viele Fertighaus-Hersteller werben damit, dass das Fertighaus ein Nachfolger der alten Fachwerkhäuser wäre und damit eine sehr natürliche und ursprüngliche Bauweise. Dies ist aber nur zum Teil richtig, denn Fachwerkhäuser sind zwar auch aus Holz und haben Zwischenräume, welche mit Dämmaterial ausgefüllt wurden. Letztlich handelt es sich hier aber um Lehm und Stroh, welche sehr natürliche Materialien sind. Fertighäuser erhalten hier meist Dämmaterial aus künstlichen Mineralfasern, welche noch immer unter bestimmten Umständen gesundheitsschädlich sein können. Alternativ gibt es heute allerdings auch einige Hersteller, die auf natürliche Dämmstoffe wie Baumwolle, Flachs, Stroh, Schilf, Kokos, Kork, Holzfasern, Zellulose und Schafwolle setzen. Diese haben aber meist einen geringeren Dämmwert und sind meist auch deutlich teurer.

Weiterhin haben Fachwerkäuser sehr dicke Holzbalken, die das Grundsystem dieser Häuser bilden. Bei den Holzständerkonstruktionen eines Fertighauses wird eher auf das Komplettsystem gesetzt. Dies bedeutet, dass die Holzrahmenkonstruktion aus deutlich dünneren Balken, die aber insgesamt mehr und effektiver miteinander vernetzt sind gebildet wird. Diese Konstruktion ist so stark, dass man ohne Probleme an den Hauptbalken ein Auto aufhängen kann, was nicht einmal mit einem normalen Porenbeton Massivhaus gelingen würde.

Bei einem Blockhaus oder Blockbohlenhaus verwendet man im Gegensatz zum Fertighaus ein Wandsystem aus Vollholz, so dass hier keine Zwischenräume zur Dämmung mehr vorhanden sind.

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