Bauantrag


Neuen (Bau)antrag eingereicht…

Tja Beamter müsste man sein oder eben bei ProHaus arbeiten…

Ich weiß gar nicht wieso manche Menschen überhaupt noch Freitags aufstehen… Um eine Behörde zu besuchen muss man entweder morgens um 8 schon auf der Matte stehen oder eben am nächsten Montag mal vorbeischauen… Aufgrund der Baugenehmigungsthematik haben wir heute mit diversen Leuten gesprochen, um zu retten was zu retten ist… 4 Wochen liegen unsere Dokumente nun also schon im Bauamt und es wurde sich gerade mal bis zum Deckblatt vorgearbeitet. Alle Achtung! Da kann man jetzt schon mal getrost 2013 abhaken und die Planungen für 2014 vorantreiben…

Naja jedenfalls hat sich inzwischen auf unsere Initiative hin einiges getan und sowohl ProHaus, wie auch die Beamten haben sich heute morgen nochmals gerührt, nachdem wir gestern bereits mehrere E-Mails verfasst und einige Telefonate geführt haben. Wir werden daher unseren Bauantrag zurückziehen und nur eine Mitteilung über ein baugenehmigungsfreies Vorhaben einreichen.
Der große Unterschied liegt in Hessen darin, dass bei einem richtigen Bauantrag nach §60 HBO das Verfahren in der Regel ca. 3 Monate benötigt und deutlich teurer ist. Dafür hat man dann aber auch von staatlicher Seite eine Absegnung, dass alles geprüft und daher ordnungsgemäß geplant wurde und man nicht gegen irgendwelche Vorgaben oder Gesetze verstößt.
Bei der Mitteilung über ein baugenehmigungsfreies Vorhaben nach §56 HBO muss ein qualifizierter Bebauungsplan vorliegen und man muss alle Vorgaben einhalten. Dieses Verfahren dauert max. 1 Monat und wird meist bereits schon nach 1-2 Wochen durchlaufen. Anders als beim Bauantrag ist hier nicht die Bauaufsicht, sondern die Gemeinde in erster Linie zuständig. Diese kann eine Prüfung einfordern, wenn sie zweifel daran hat, dass alle Vorgaben und Gesetze eingehalten werden. Sollte sie der Bauaufsicht mitteilen, dass keine Prüfung notwendig ist, darf man sofort mit dem Bauen beginnen. Da hier deutlich weniger Aufwand entsteht sind die Kosten ebenfalls um einiges geringer. Aber man hat hier eben auch nicht die Sicherheit welche ein Bauantrag gewährt und im schlimmsten Fall muss eben auch ein Haus wieder abgerissen werden, wenn es eindeutig gegen die Gesetzeslage verstößt. Bei einem Standard Fertighaus und einem Bebauungsplan sehe ich aber ehrlich gesagt keinen Grund wieso hier das aufwendigere Verfahren angestrebt werden sollte.

Da mit Abgabe des neuen Verfahrens wieder eine komplett neue Situation entsteht, fängt der Ticker wieder von vorne an zu laufen und es muss natürlich noch das Antragsformular gegen das Mitteilungsformular ausgetauscht werden. Weiterhin muss von der Bauaufsichtsbehörde ein komplettes „Bauantragsset“ zur Gemeinde, wo wir bisher nur den Entwässerungsplan eingereicht hatten.
Da die Zeit rennt und unser Keller ja schon in wenigen Wochen gebaut werden soll, wollten wir dies natürlich so schnell wie möglich erledigen. Also wieder einmal den Hörer in die Hand genommen und abgeklärt, ob wir einfach so vorbei kommen und die Antragsblätter abgeben können. „Ja natürlich das können wir gerne so machen“… „Ich bin bis 15.00Uhr hier im Hause und der entsprechende Kollege bis 14.00 Uhr“ Also schnell alles unterschrieben und eingescannt und ab in der Mittagspause zum Bauamt… „Sie wollen zum Herr xxx?“ „Ich habe den eben schon gehen sehn“ „Haben sie denn einen Termin?“
Nein wir haben keinen Termin aber wir hatten eben noch telefoniert…. Unglaublich! Wir machen uns den Stress und die gehen ins Wochenende… Nunja aber die gute Frau vom Empfang hat dann nochmal versucht jemanden zu bekommen und eine andere nette Dame hat auf unseren neuen Mitteilung einen Eingangsstempel drauf gepackt… Mehr wollten wir ja nicht erreichen und sind daher doch noch zufrieden abgezogen…

Zuhause haben wir dann nochmal versucht jemanden von ProHaus oder der Gemeinde zu erreichen… Und jetzt mal für alle potentiellen Bauherren… Freitags nach 13:00Uhr braucht ihr gar nicht mehr versuchen jemanden zu erreichen…außer vielleicht euren Verkäufer… Aber Verwaltung und Behörden… gebt es auf! Zumindest jetzt im Sommer haben da wohl alle besseres zu tun.


Kellerplan erhalten und Bauantragsgeschichten

Zunächst einmal die erfreuliche Nachricht des Tages – Wir haben den abschließenden Kellerplan mit der Post erhalten.

Diesen haben wir heute im Maßstab 1:25 in Papierform erhalten und er wirkt dadurch natürlich riesengroß. Alle unsere Änderungen sind hier soweit eingezeichnet und es gibt nur wenige Punkte die wir dieses Wochenende nochmals durchgehen müssen und dann evt noch ändern lassen.

Weiterhin hatten wir heute einen Anruf von der Bauaufsicht, welche es nun endlich geschafft hat nach gut 4 Wochen einen ersten Blick auf unseren Bauantrag zu werfen. Es war eine kurze freundliche Begrüßung und dann kam…. „Können sie lesen?“ „Welche Dachneigung haben sie?“ „Sie kennen doch den Bebauungsplan oder?“
Natürlich kenne ich den Bebauungsplan und wir haben unser ProHaus 135 von 45° Dachneigung auf 38° reduziert, da unser Bebauungsplan nur eine Dachneigung von bis 42° zulässt.
Der Herr am anderen Ende der Telefonleitung war allerdings einer ganz anderen Meinung…“Laut ihrem Bebauungsplan ist doch nur 30° Dachneigung zulässig oder wieso haben sie einen Bauantrag nach §60 HBO gestellt? Wenn sie einen gültigen Bebauungsplan haben und sich an alle Vorgaben halten, sollten sie nach §56 HBO nur eine Mitteilung für baugenehmigungsfreie Vorhaben abgeben… Dann hätten sie vermutlich schon längst anfangen können. Das dauert dann höchstens zwei Wochen bis sie durch sind…. und außerdem sparen sie dazu noch die Kosten des Prüfungsverfahrens“
Na toll, wieso sagt uns denn niemand so etwas?


Bauantrag erhalten, geprüft und eingereicht

Heute kam endlich das lang ersehnte Päckchen mit unseren Bauantragsunterlagen an.

Nachdem dieses für die ca. 280 Km einfache Wegstrecke unfassbare 3,5 Tage benötigte und wohl noch einen kleinen Abstecher an einen Baggersee gemacht hat, wurde das Päckchen von uns aufgerissen und alles im Eilverfahren geprüft. Da wir als Laien hier keinerlei Fehler feststellen konnten, begannen wir sofort mit dem  Dokumenten-Unterzeichnungs-Marathon, der bei diesen schwitzigen Temperaturen wirklich nicht zu verachten war. Nachdem wir alle Dokumente nun mehrfach unterschrieben hatten und uns klar war, welchen Stapel wir wo hin zu bringen hätten… haben wir die Kinder kurzerhand eingepackt und sind zuerst zum Tiefbauamt gefahren. Hier wollten wir den ersten Stapel loswerden und gleichzeitig auch noch ein Dokument abgezeichnet bekommen, welches wir für unser Hessen-Baudarlehen benötigen. Dieses Dokument gibt wohl wieder inwieweit noch Kosten oder Aufwendungen für unser Grundstück zu leisten sind…. da dieses Grundstück allerdings nicht mehr in einem Neubaugebiet liegt und die Erschließung vor rund 30 Jahren abgeschlossen wurde, vermuten wir, dass dieses Dokument eigentlich nicht mehr von belang ist und nur durch einen Fehler namens „klick lieber mal bei teilerschlossen“ aktiviert wurde.
Nunja… zunächst hat auf dem Tiefbauamt alles recht gut geklappt, doch dann wusste niemand etwas mit diesem speziellen Dokument anzufangen und es wurde dann lieber mal zusammen mit unserem Abwasseranschlussantrag dem Leiter des Tiefbauamtes in sein Fach gelegt…sischer iss sischer… Zu schade nur, dass dieser für die nächsten zwei Wochen im Sommerurlaub ist und wir daher erstmal KEINE Rückmeldung erhalten werden.
Also auf zu unserem Bauamt und dort mit unserem eigentlichen Bauantrag unser Glück versuchen… Aber auch hier lief es nicht wirklich gut…. unser Sachbearbeiter, welcher für unsere und andere Gemeinden zuständig ist verabschiedet sich heute bereits in seinen…. SOMMERURLAUB … *ätz
Es wird sich also die nächsten 2-3 Wochen vermutlich erstmal überhaupt nichts tun…. Wir hoffen nur, dass alles OK ist und wir nicht noch irgendwelche Dinge vergessen haben bzw. irgendwas in dem Bauantrag falsch ist bzw. nicht beachtet wurde… ansonsten hätte ich nämlich die nächsten 2-3 Wochen ausgiebig Zeit gehabt um mich um diese Dinge zu kümmern.

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